Palästina mit Pater Rainer

wir sind inzwischen gut zurück gekehrt aus dem ‚Heiligen Land‘, und wir möchten Ihnen sagen, wie sehr uns das Erlebte und Gehörte beeindruckt hat.
Rein organisatorisch hat alles gut geklappt, das Pilgerhaus in Tabgha ist eine sehr angenehme Einrichtung, das Hotel Paradise in Bethlehem war in Ordnung angesichts der schwierigen Umstände, unter denen es geführt werden muss.
Das Besondere an dieser Reise waren einmal die Informationen, die wir durch Pater Rainer (und auch Reiseführer Hassan) erhielten. Er kennt das Land durch seine zahlreichen Besuche wirklich sehr gut, kennt viele Palästinenser, hat Beziehungen und engagiert sich sehr für die Menschen vor Ort.
Zum anderen haben wir durch P. Rainer Dinge GESEHEN, die man vermutlich auf keiner anderen Reise so hautnah erlebt. Der Gang zur Mauer am ersten Abend in Bethlehem war etwas ganz anderes, als in der Deutschen Tagesschau 3 Sätze zum Thema ‚Mauer in Palästina‘ zu hören. Und dann das zur Wahl gestellte Aufstehen um 4.30 Uhr am Abreisetag, um mit unserem kleinen Grüppchen und Pater Rainer am Checkpoint über eine Stunde in der Schlange mit den Palästinensern zu warten, bis Israel geruht, die Sperre zu öffnen. Die demütigende und Menschen verachtende Behandlung zu erleben, die die Arbeitssuchenden täglich über sich ergehen lassen müssen … das erlebt kein Israel-Tourist, der z.B. ein Volkshochschul-Reise-Programm wählt. 

Israel wirbt mit schönen Anzeigen für Reisen in sein Land. Da wird Palästina mit keinem Wort erwähnt. Der deutsche Tourist genießt die zweifellos schöne, da grüne Landschaft in Israel (kein Wunder, wenn ich genügend Wasser zur Bewässerung habe und es den anderen stehle), sieht schöne Straßencafés, ein blitzblankes West-Jerusalem mit entsprechenden Villen und bedauert wahrscheinlich am Ende der Reise die armen Israelis, die unter Bombenbedrohung der Palästinenser leben müssen. Die Realität in der Westbank haben diese Touristen nicht gesehen. Daher kann ich eine Reise mit dem Bayerischen Pilgerbüro unter Pater Rainer nur empfehlen, sollte man an mehr interessiert sein, als am Tauchen in Eilat und Baden im Mittelmeer in den attraktiven Badeorten und Städten Israels. 

Dank an das ‚bp‘ für eine sehr eindrückliche Reise.

 

Bayerisches Pilgerbüro

Bitte warten Sie einen kurzen Augenblick. Wir laden die von Ihnen angeforderten Inhalte.