Strand in Prerow, Deutschland, Ostseeküste, © Bayerisches Pilgerbüro

Wandern an der Mecklenburgischen Ostseeküste

 

Unser Reise-Tipp:

 

„Und wohin, liebe Seele? Wohin anders als nach Mecklenburg!“ (Emanuel Hartenstein, 1780)

Ja, das fragen wir uns auch,… Mecklenburg ist ein Urlaubsland wie aus einem Bilderbuch. Kraftvoll sind die Farben, aus denen die Landschaften und Städte komponiert sind: die sattgrünen Bäume, die sich im Winde wiegen, der rosarote Himmel, wenn die Sonne über dem Meer untergeht, die tiefroten Backsteinhäuser, die das Stadtbild der Hansestädte prägen – und über allem spannt sich ein strahlend blauer Himmel mit ein paar weißen Schäfchenwolken am Himmel. Frisch und wohlriechend sind die Winde, die über die Landschaften sanft säuseln. Zeit zum Durchatmen!

Küstenwanderungen, Heide- und Seenlandschaft, zauberhafte Wälder – genießen Sie auf unserer Wanderreise die vielfältige Naturlandschaft an der Ostseeküste, dem kleinsten Meer der Welt, und lernen Sie das beeindruckende Erbe der Hansestädte kennen.

 

Gespensterwald Nienhagen

 

Gespenstisch geht es in Nienhagen zu. Der „Gespensterwald“, auch Nienhagener Holz genannt, wurde 1943 zum Naturschutz­gebiet erklärt. Das Schutzgebiet befindet sich auf hohen Klippen am Meer und hat eine Breite von etwa 100 Metern und einer Länge von ca. 1.300 Metern. Die Eichen, Buchen, Hainbuchen und Eschen stehen weit auseinander, sodass viel Raum für Licht und Schatten ist. Der salz­haltige und feuchte Ostseewind trägt zu den besonderen Formen der Bäume bei. „Gespenstisch“ wirken die vor dem Wind fliehenden Kronen und Stämme, die deshalb auch „Windflüchter“ genannten werden. Insbesondere in der Dämmerung, bei Nebel und Wind taucht der Wald in eine mystische, gar gespenstisches Stimmung und die Phantasie hat freien Lauf,…Gespenster, Geister und andere Fabelwesen scheinen sich dann zwischen den hohen Bäumen zu zeigen,….

 

Reetgedecktes Haus an der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Möve an der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
Deutschland, Ostsee, Möve

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Stralsunder Rathaus, Deutschland, © Bayerisches Pilgerbüro
Deutschland , Stralsund, Rathaus

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Fischbrötchen von der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Strandkörbe an der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Vorpommersche Boddenlandschaft , © Bayerisches Pilgerbüro
Deutschland, Vorpommersche Boddenlandschaft

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Sonnenuntergang an der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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reedgedecktes Haus an der Ostsee, © autofocus67 - Fotolia.com
Deutschland, Ostsee, reedgedecktes Haus am Meer

© autofocus67 - Fotolia.com

Strand in Ahrenshoop, © Bayerisches Pilgerbüro
Deutschland, Ahrenshoop, Strand

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Das Fischbrötchen - die typisch nordische Spezialität

 

Was wäre ein Besuch in Mecklenburg ohne die Spezialitäten der Region probiert zu haben? Und frischer geht es nicht: der Hering, die Makrele, Lachs und viele Back- und Räucherfische lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Aber was macht genau ein gutes Fischbrötchen aus? Erst einmal das Brötchen – ja, sagen Sie Brötchen, auch wenn Sie aus Bayern kommen, denn bei der Bestellung einer Fischsemmel werden Sie im hohen Norden leer ausgehen ;-) Wenn das Brötchen zu alt, zu pappig oder zu sehr mit Fischsud durchzogen ist, schmeckt das gesamte Fischbrötchen nicht. Schön knusprig sollte das Brötchen sein und sonst? Geschmäcker sind verschieden, von daher gilt es selbst zu wählen und zu testen, ob das Brötchen mit Hering, Makrele, Lachs oder anderem Back- und Räucherfisch belegt sein soll und: der eine mag es nicht zu sehr belegt, der andere schätzt viele Gemüsezwiebeln und Salat. Remouladen und Soßen sind allerdings nur beim Backfisch zu empfehlen. Guten Appetit!

Zanderfilet von der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Lachs-Fischbrötchen von der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Plattfisch von der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Der Darßer Leuchtturm

 

Leuchttürme faszinieren von alters her. Sie sind Wegweiser, die, auch wenn es dunkel ist, immer den Weg zeigen und vor größeren Gefahren warnen können. Sie sind aus der Ferne gut sichtbar und sind uns ein Licht am Horizont. Vom Leuchtturm selbst hat man eine andere Perspektive und sieht die Welt aus einem anderen Blickwinkel, man bekommt eine andere Sicht auf die Dinge oder entdeckt so manches neu.

Der Darßer Leuchtturm, 1848 erbaut, gilt als der älteste noch in Betrieb befindliche Leuchtturm an der mecklenburg-vorpommerschen Küste. Der aus rotem Backstein erbaute Leuchtturm warnt mit seinem weit reichenden Licht die Schiffe vor der Darßer Schwelle: alle 22 Sekunden strahlen zwei und vier Blitze über die Ostsee. Noch in 23 Seemeilen Entfernung sind die Strahlen des Leuchtturmlichtes zu sehen. Einen Leuchtturmwärter gibt es schon lange nicht mehr, die Lampe wird seit 1978 per Funk gesteuert.

Es lohnt sich, die Perspektive einmal zu wechseln und den Leuchtturm zu besteigen. 126 Stufen der leuchtend grünen schmiedeeisernen Treppe führen auf den 35 m hohen Leuchtturm. Und es lohnt sich! Der Blick erstreckt sich über Darß und Ostsee und bei klarem Wetter sogar bis zur dänischen Insel Mön.

 

Schild zum Darßer Leuchtturm, © Bayerisches Pilgerbüro
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Zeichnung vom Darßer Leuchtturm, © Bayerisches Pilgerbüro
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Blick auf Darßer Leuchtturm, © Bayerisches Pilgerbüro
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Darßer Leuchtturm an der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Darßer Leuchtturm von innen, © Bayerisches Pilgerbüro
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Ausblick vom Darßer Leuchtturm, © Bayerisches Pilgerbüro
Deutschland, Leuchtturmweg, Ausblick vom Darßer Leuchtturm

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Nationalparkt Vorpommersche Boddenlandschaft

 

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenladschaft, der einer der letzten Beschlüsse der DDR-Volkskammer im Jahr 1990, erstreckt sich von der Ostseehalbinsel Darß über die Halbinsel Zingst bis zur Insel Hiddensee und Westrügen.

Die Boddengewässer sind von der Ostsee durch Landzungen abgetrennte Küstengewässer. Der Begriff Bodden kommt aus dem niederdeutschen für Boden oder Grund und bezieht sich auf die Flachheit der Gewässer. Boddengewässer sind in geologischen Zeiträumen betrachtet sehr junge Bildungen. Die Ostseehalbinsel und die Boddengewässer sind durch Küstenausgleich seit der letzten Eiszeit entstanden. Durch einen postglazialen Meeresspiegelanstieg wurde die Grundmoränenlandschaft überschwemmt, so dass kleine Buchten und aus dem Wasser aufragende Moränenrücken entstanden.

Die Boddengewässer sind ein schützenswertes Ökosystem und dadurch, dass die Boddenladschaft nicht dem Wind und Sturm so ausgesetzt sind, wie die Ostsee, dienen diese vielen Tieren als Lebensort. Laut dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft leben 48 Fischarten in den Boddengewässern: 22 Süßwasser-, 5 Wander- und 21 Meeresfischarten. In der Unterwasservegetation der Bodden treffen sich Salz- und Süßwassertiere gleichermaßen wie die Wattschnecke und die Kahnschnecke.
Staunen Sie hier selbst.

Ahrenshoop - Das ganz besondere Licht...

 

Mit etwa 650 Einwohnern gehört Ahrenshoop zu den kleinen Ostseebädern. Seine Bekanntheit verdankt der Ort seiner einzigartigen Landschaft und den besonderen Lichtverhältnissen. Das ganz besondere Licht war es immer schon, was seit über 100 Jahren Künstler in diesen Ort lockte – bis heute! Schauen Sie selbst: Ein Kurzfilm von Christopher Livings über den Künstlerort Ahrenshoop.

Sanddorn – Zitrone des Nordens

 

Zugegebenermaßen ist der Geschmack von Sanddorn zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber es gibt fast nichts Gesünderes und einmal probiert, will man den Sanddorn nicht mehr missen. Die dichte dornige Pflanze selbst ist sehr genügsam und wächst auf sandigem Boden, daher auch der Name. Ideale Bedingungen für den Sanddorn an der Ostseeküste! Die kleinen orange-farbigen Früchte sind äußerst vitaminreich und es werden ihnen sagenhafte Wirkungen zugeschrieben. Sie sollen mehr Vitamin C enthalten als z.B. Zitronen und zudem den Cholesterinspiegel senken und Entzündungen hemmen.

Die Möglichkeiten Sanddorn zu probieren und zu genießen sind vielfältig. Ob als Marmelade, Tee oder gar Likör. Wenn man sich so gesund halten kann? Es gibt nichts Leichteres, oder?

Sanddornlikör von der Ostsee, © Bayerisches Pilgerbüro
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Sanddorn, © pixabay
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Sanddorntee aus Ahrenshoop, © Bayerisches Pilgerbüro
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